Dienstag, 4. Januar 2011

Schwimmen mit Delfinen in Akaroa

Heute stand wieder ein Höhepunkt unserer Reise an: Schwimmen mit Delfinen!
Leider mussten wir ja Kaikoura, die bekannteste / beste Stadt für Walbeobachtungen und Delfinschwimmen, aus zeitlichen Gründen auslassen. Unsere Alternative war Akaroa, eine kleine Stadt ca. 80km von Christchurch entfernt. In der dortigen Bucht gibt es die "Hector's Dolphins", eine der seltensten Delfinarten der Welt. Zugleich sind sie auch die kleinsten Delfine (Weibchen werden ca. 1,40m groß, Männchen überhaupt nur 1,20m). 
Mit diesen Delfinen kann man dort also schwimmen. Natürlich ist man dort nicht in einem Zoo oder im Seaworld; man trifft die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung und muss sich ihnen auch anpassen. Wenn sie nicht wollen, kommen sie auch nicht; wenn sie aber gerade Lust haben und spielen möchten tauchen sie zwischen den Schwimmern auf.

Unsere Tour startete um halb 9. Leider war das Wetter heute nicht mehr so schön wie gestern, es war bewölkt und kühler. Als erstes bekamen wir schöne (*g*) Neoprenanzüge & Schwimmschuhe verpasst, dann ging es in einem kleinen Boot los. Schon sehr bald hat unser Skipper Ben die ersten Delfine gesichtet und so konnten wir gleich ins Wasser! Es war richtig richtig kalt, aber der Neoprenanzug war super und nach ein paar Minuten ging es dann ganz gut. Wir sollten unter Wasser Geräusche machen, um die Delfine anzulocken. Und tatsächlich: Immer wieder sahen wir rund um uns Delfine schwimmen, manchmal auch direkt neben uns! Echt toll!!!
Wir waren einige Zeit im Wasser, später bekamen wir einen Kakao zum aufwärmen und fuhren nach einer weiteren Bootsfahrt durch die Bucht wieder zurück. Es war echt ein sehr beeindruckendes Erlebnis!!
Und Matthäus: Zum Glück hat uns auch kein Hai gefressen ;)


Erahnen kann man ihn, oder? :)

Das sind die Fotos die vom Veranstalter gemacht wurden (leider nicht so gute Qualität, die besseren bekommen wir aber erst):




 Ein letzter Blick zurück bei der Rückfahrt:

Um Mittag starteten wir nach Christchurch - die letzten Fahrt mit unserem Jucy... :( Die erste Zeit ist rückblickend gefühlsmäßig nur sehr langsam vergangen, aber die letzten Tage sind nur so dahin gerast.

Wir fuhren zuerst in unser Hotel, um unsere Koffer usw. auszuladen. Dann ging es weiter zum Flughafen, wo Jucy Christchurch stationiert ist. Leider mussten wir uns nun von unserem lieben Jucy verabschieden :((( Abgesehen vom defekten Kühlschrank, zwischenzeitlichen Türproblemen und dem Wassereinbruch (klingt eig. alles schlimmer als es dann wirklich war) war es echt ein SUPER Auto :) Wir haben uns sehr gut ans Camperleben gewöhnt und hatten eine wirklich tolle Zeit!! Kleine Statistik: Wir sind in ca. 69 Stunden Fahrzeit insgesamt 4.306,8 Kilometer gefahren (1.300 auf der Nordinsel, 3.000 auf der Südinsel) und haben dabei ca. 552 l Benzin verbraucht :)
 

Unsere gesamte Route:

Als Entschädigung für die Mängel am Auto bekamen wir die Mietkosten für einen Tag rückerstattet.
Zurück zum Hotel ging es dann mit einem Shuttlebus. Nach einigen Minuten Konversation in Englisch hat sich der Fahrer als Deutscher entpuppt, der schon 15 Jahre in Neuseeland lebt. Er war echt nett und hat uns einige gute Tipps gegeben.

Jetzt gerade waren wir im Restaurant des Hotels essen. Sooo lecker, das beste Essen seit wir hier in Neuseeland sind! Auch sonst ist das Hotel sehr sehr schön, groß & mit toller Gartenanlage rundherum.
Besonders die Annehmlichkeiten die vorher eig. selbstverständlich waren wissen wir hier wieder besonders zu schätzen, wie zB viel Platz, ein EIGENES Bad & WC direkt unter dem selben Dach, nicht hinaus in die Kälte zu müssen wenn man in der Nacht aufs Klo muss, ein großes Bett, kein lärmender Heizstrahler in der Nacht, kein prasselnder Regen am Dach,.... :)

Und jetzt gehts in die Badewanne! *FREU* :) (Fürchte ich habe mich heute etwas verkühlt beim Delfinschwimmen)

Bis bald!

Montag, 3. Januar 2011

Moeraki Boulders

Unsere heutige Etappe von Dunedin nach Akaroa (auf der Halbinsel vor Christchurch) war die zweitlängste unserer Reise - ca. 420 km und ca. 5 Stunden Fahrzeit.

Gleich in der Früh ging der Tag gut los: Es gab wieder ein leckeres Rührei mit Toast zum Frühstück. Dann wurds leider schlechter: In unserem Auto war ein Wasserfall!!!
Es hat die ganze Nacht stark geregnet, und anscheinend konnte irgendwo Wasser eindringen (komisch - oder auch Gott sei Dank - dass wir das Problem beim Dauerregen am Anfang nicht hatten!) und sich im Verbau über der Fahrerkabine sammeln. Als wir in der Früh weggefahren sind schwappte das Wasser durch die Bewegung nach hinten und rann aus der oberen Gepäckablage ins Auto. "Rann" ist noch nett ausgedrückt, es war echt wie ein Wasserfall! Nach dem ersten Schock versuchten wir alles so gut es ging mit Handtüchern aufzufangen. Bei jedem Gas geben und jeder Bremsung kam ein neuer Schwall, insgesamt sicher 2-3 Liter. Es war als ob jemand eine Wasserflasche von dort oben herunterleeren würde.
Zum Glück hat es dann nicht mehr geregnet :D



Einen Stopp legten wir in Moeraki ein. Hier liegen am Strand verstreut zahlreiche riesige Steinkugeln! Echt toll & sehr beeindruckend, die großen Kugeln die aussehen als hätte es sie angespült - weil woher sollten sie auch sonst kommen?! (lt. dem einen Reiseführer sind es übrigens "Gesteinsblasen", die vor 4 Mio Jahren aus feinen Kristallen durch vulkanische Aktivität enstanden sind, lt. dem anderen handelt es sich um Mineralansammlungen im tonigen Meeresboden, der sich dort vor über 50 Mio. Jahren bildete. Sobald wir daheim wieder regelmäßig Internet haben muss ich unbedingt nachlesen was jetzt stimmt :)) Hier sind die Fotos dazu:






Recht viel mehr gibts auch schon nicht mehr zu berichten; die Fahrt war lang und anstregend und wir sind froh in Akaroa angekommen zu sein. Das Wetter wurde auch immer schöner, letztendlich hatten wir strahlend blauen Himmel & es war so warm wie noch nie seit wir hier sind!
Die Gegend der "Banks Peninsula" ist wieder einmal sehr schön. Die Halbinsel besteht aus 3 Vulkankratern. Unser Campingplatz liegt auf einem Hügel und hat eine schöne Aussicht auf die Bucht.
 Fahrt über die Halbinsel:

Aussicht von unserem Campground:

Heute verbringen wir schon die letzte Nacht in unserem Camper :( 
Morgen geht es zuerst zum Delfinschwimmen und dann gleich weiter nach Christchurch.

Bis bald!

Sonntag, 2. Januar 2011

Dunedin

Heute hatten wir einen wirklich SEHR tollen Tag!!!

Um ca. halb 9 sind wir von unserem netten Camp "Whistling Frog" in Richtung Dunedin gestartet, ca. 200 km gesamte Tagesstrecke.

Ich zähle euch einfach die Stopps wieder wie gestern auf.

1. Tautuku Bay. Hier gibts einen schönen Lookout vom Florence Hill. Leider ist das Wetter nicht soo toll heute, sehr bewölkt und keine gute Fernsicht. Trotzdem wars schön!


Auf solchen Straßen waren wir unterwegs: 

2. Purakaunui Falls. Diese Wasserfälle zählen zu den meist fotografierten Wasserfälle Neuseelands, erreichbar nach ca. 10 Minuten Fußmarsch durch den Urwald. Echt toll!!!


3. Cannibal Bay. Heißt so weil hier einmal menschliche Knochen gefunden wurden. Hier soll es Seelöwen geben, wir haben aber nur einen gesehen und der sah leider gar nicht sehr gesund aus... Nach einem kurzen Strandspaziergang ging es wieder weiter.


4. Nugget Point. Ca. 1 km Wanderung zu diesem schön gelegenen Leuchtturm aus dem Jahr 1869 mit toller Aussicht auf das Meer und die darum verstreuten Felsen im Meer. Auf den Felsen rundherum konnte man Pelzrobben und Seelöwen beobachten. Das war der am weitesten von daheim entfernte Punkt unserer Reise!





Danach verließen wir die Catlins und fuhren Richtung Dunedin. Dort angekommen waren wir erst Mal etwas überfordert mit der Größe der Stadt - so riesig hätten wir sie wirklich nicht erwartet! Da aber heute ein Feiertag ist war nicht viel los und mit dem Navi ist es sowieso kein so großes Problem sich zurecht zu finden. Die Stadt ist sehr schön, die schottischen Wurzeln sind nicht zu übersehen .
Nach einem Mittagessen beim goldenen "M" checkten wir in unserem heutigen Campground ein, um anschließend gleich weiter in Richtung "Otago Peninsula" (die vorgelagerte Halbinsel) zu fahren!

5. Royal Albatross Center. Hier findet man die am nächsten zu einer Siedlung gelegene Albatrosskolonie der Welt. Diese Vögel sind riesig - bis zu über 3m Flügelspannweite!!! Bei der dortigen Tour konnten wir die Vögel beim Nisten beobachten. Wir hatten auch das Glück und sahen einige fliegen - sehr beeindruckend diese riesen Tiere zwischen den vergleichsweise kleinen Möwen am Himmel zu sehen! Wir erfuhren viel Wissenswertes über die wirklich faszinierenden Albatrosse (so verbringen sie zB. sobald sie flügge sind ca. 5 Jahre ihres Lebens NUR am Himmel, ohne zu landen!!) und bekamen einen interessanten Film gezeigt.


Nester anderer Vögel:

Albatross beim Nisten:
  
Größenvergleich mit Möwen:

Das Weiße ist eine Taube, das Rote ist der Albatross!


6. Penguin Place. Wenn schon, denn schon! Wildlife hardcore ;) Gleich in der Nähe der Albatrosskolonie gibt es ein Naturreservat für Gelbaugen-Pinguine, die es nur in Neuseeland gibt. Mit einer Population von ca. 4.000-4.500 Vögeln gehört diese Pinguinart zu den seltensten der Welt!
Für den Artenschutz wird hier versucht ein geschütztes Gebiet mit guter Brutmöglichkeit für sie zu schaffen; es werden Nistkästen gebaut, Büsche u. Sträucher zum Schutz gepflanzt und es gibt sogar eine Krankenstation für kranke Pinguine. Rund um das Gebiet gibt es Pfade und überall quer durch wurden Tunnel gegraben, aus denen man versteckt die scheuen Pinguine aus nächster Nähe beobachten kann! Sie bemerken die Menschen dabei nicht und werden so nicht gestört. Als "Draufgabe" gab es dann noch viele Seelöwen und Nester (inkl. Baby-Pinguine) der Blauen Pinguine zu sehen! Auch die Gelbaugen-Pinguine hatten gerade Junge, die im Reservat zurückblieben währen die Eltern im Meer auf Nahrungssuche sind. Wir hatten Glück und sahen zusätzlich zu den Küken auch 2 erwachsene Tiere. ECHT SUPER!!!







7. Lenarch Castle. Das einzige Schloss in Neuseeland lag am Heimweg und wurde somit auch gleich noch mit besichtigt. Es war schon ziemlich spät, daher war das Schloss selbst schon geschlossen, man konnte aber die wunderschönen Gärten und natürlich das Schloss von aussen sehen. Kaum hatten wir den Eintritt bezahlt begann es zu regnen. Wir hatten aber eigentlich Glück dass das Wetter so lange ausgehalten hat, es sah schon den ganzen Tag sehr regnerisch aus. So haben wir dann nur eine schnelle Runde über das Gelände gedreht und sind nach Dunedin zurückgefahren.


Wunderschöne Gärten rund ums Schloß:


Dort mussten wir noch etwas einkaufen (die genialen riesigen Geschäfte werde ich daheim echt vermissen!! :)). Natürlich kam genau der ärgste Regenguss als wir aus dem Auto ausgestiegen sind. Halb durchnass beim Eingang angekommen haben wir dann gesehen dass wir das Licht im Auto nicht ausgeschaltet haben... Wir wollten nicht nochmal durch den Regen laufen und brauchten auch nicht lange, daher haben wir es eingeschaltet gelassen. Keine 2 Minuten später wurden wir im Supermarkt schon von einer Dame angesprochen, ob das unser Auto ist weil das Licht brennt; und kurz darauf kam sogar eine Lautsprecherdurchsage durchs ganze Geschäft, dass bei einem Jucy Camper das Licht brennt! :) Echt nett.

So, das wars für heute!
Bis bald

Samstag, 1. Januar 2011

Catlins

Unsere heutige Route führte uns in den südlichsten Süden der Südinsel :)
Eindrücke von der Fahrt:






Das Gebiet dort heißt "Catlins" und ist im Vergleich zum Rest Neuseelands touristisch noch eher unberührt. Streckenweise gibt es als Hauptraße nur Schotterwege!
Die Landschaft ist wieder einmal sehr sehr schön und abwechslungsreich.
Am Besten ich zeige euch einfach Fotos von unseren heutigen Stopps:

1. Waipapa Point. Hier gibts goldenen Strand, einen historischen Leuchtturm und mit viel Glück Seelöwen zu sehen. Wir haben leider keinen gesehen, der Rest war aber auch sehr nett. Vor dieser Küste hat sich 1881 das bisher schlimmste Schiffsunglück Neuseelands ereignet, bei dem 131 Menschen starben.


2.Slope Point. Südlichster Punkt unserer Reise. Hier geht anscheinend meistens ordentlich der Wind, denn hier gibts besonders tolle "windswept trees".



3. Curio Bay. Hier findet man am Strand einen "versteinerten Wald"; Fossilien die von einem Wald vor über 180 Millionen Jahren übrig geblieben sind. Hört sich spektakulärer an als es ist, aber man kann die Bäume erahnen. Außerdem gäbe es hier die seltenen Gelbaugenpinguine, leider hat sich aber keiner blicken lassen.



4. McLean Falls. Gleich in der Nähe von unserem heutigen Camp liegen diese tollen Wasserfälle, erreicht nach ca. 20 Minuten Fußmarsch durch den Regenwald. Wirklich schön!!!



So, das wars für heute! Morgen liegen noch mehr solcher Stopps auf unserem Weg, und dann geht es weiter nach Dunedin.

Bis bald!